Zinsen Sparbuch – Wie hoch sind die Zinsen derzeit am Sparbuch?

Die nicht enden wollenden Krisen an den internationalen Finanz- und Kapitalmärkten haben viele Anleger verunsichert. Ob nun die Immobilienkrise in den USA oder die Schuldenkrise in Europa, niemand weiß mehr, wie und wo er sein Geld sicher anlegen soll.
Eine Möglichkeit in diesem Zusammenhang bietet das gute alte Sparbuch. Hier kann –sieht man von der Inflation ab- das eingezahlte Vermögen nicht verloren werden, da bei einem Sparbuch zum einen nur Zinsen auf das Kapital gewährt werden und dementsprechend das gesamte Vermögen nicht an volatilen Wertpapiermärkten oder ähnlichem gehandelt wird. Zum anderen besteht in der Regel eine Einlageversicherung, das heißt, der Staat übernimmt bei dem Konkurs einer Bank die Verbindlichkeiten bzw. die Bank bürgt mit gesetzlich vorgeschriebenen Rücklagen.

Das entscheidende Kriterium bei der Auswahl des passenden Sparbuchs ist zweifellos die Höhe des Zinssatzes. Allgemein gilt, je höher der angesparte Betrag, desto höher auch der Zinssatz. Gleichwohl gibt es hier signifikante Unterschiede.
Unter dem Link http://www.bankkonditionen.at/produkte/sparbuch.cfm?sparform=taeglich-faellig findet sich eine gute Übersicht zu den Angeboten des österreichischen Kapitalmarktes. Zunächst werden hier die Top fünf Angebote für Osterreich aufgelistet. Darunter fallen drei Produkte der direktanlage mit 3,5, 2,8 und 1,047% sowie der Volksbank Alpenvorland mit 1,6 und der Vakifbank mit 1,5%. Aufpassen muss man bei den beiden Angeboten der Direktanlage mit 3,5 bzw. 2,8 % Sparzinsen, denn diese gelten nur für Neukunden. Bestandskunden müssen mit 1,047 % auskommen.
Darüber hinaus bietet diese Seite aber auch die Möglichkeit individuell nach dem für sich besten Angebot zu suchen. Zu diesem Zweck wurde eine Rechner installiert, mit dem man die entsprechenden Offerierungen der Kreditinstitute ermitteln kann. Hierbei müssen nur der Sparbetrag und die Laufzeit in die dafür vorgesehenen Felder eingegeben werden. Das Ergebnisfeld zeigt dann die Anbieter mit ihrem ausgeschriebenen Zinssatz sowie den nominellen Betrag dieses Satzes. Des weiteren wird bei dem Ergebnis angegeben, wie der Trend für die entsprechenden Kreditinstitute aussieht, das bedeutet, man kann ersehen, inwieweit mit einer Erhöhung, Verringerung oder einem Gleichbleiben des Zinsertrags zu rechnen ist.

Porschebank erhöht Zinsen auf 1,8 % für täglich fällig

Die Porsche Bank AG gab bekannt, dass es beim täglich fälligen Tagesgeld zu einer Erhöhung der Zinsen kommt. Die Sparzinsen werden auf dem “Direktsparen Flexibel” Konto von 1,65 % auf 1,80 % erhöht. Das Ganze erfolgt zum Stichtag 23.9.2011 (dieser Freitag).
Aber auch beim Festgeld gibt es Änderungen bei den Zinsen.

Direktsparen Fix 3 Monate 1,9% p.a. (bisher 1,8 %)
Direktsparen Fix 6 Monate 2,0% p.a.
Direktsparen Fix 12 Monate 2,3% p.a.

Verglichen zum Mitbewerb sind die neuen Zinsen aber nicht das Top-Angebot an den Sparer, aber die Porschebank zieht nun mal mit. Die Konkurrenz ist aber noch immer ein Stückchen vorraus für jene, die auf jedes Prozenterl mehr achten.

ING DIBA nun mit 2,5 %

Vor wenigen Tagen hat die ING DIBA angekündigt, dass sie ihre Sparzinsen von 1,6 auf 1,8 % erhöht. Nun aber geht die ING DIBA (mit Auflagen) noch ein wenig weiter und bietet nun 2,5 % Zinsen an für täglich fällige Einlagen. Diese 2,5 % Zinsen gelten aber nur mit Auflagen, denn folgendes muss erfüllt sein:

  • Neukunde oder
  • neues Geld

Was ein ING DIBA Neukunde ist, das ist klar. Unter neues Geld werden neue Spareinlagen bei der ING DIBA verstanden. Jenes Geld welches nun NEU bis 30. September 2011 auf das Sparkonto der ING DIBA eingeht wird ebenfalls mit 2,5 % verzinst.

Die 2,5 % Zinsen gelten aber nur beschränkt, denn dieser Sonderzinssatz ist bis 31.3.2011 gültig, also 6 Monate. Spareinlagen die vor dem 30.9.2011 eingehen werden ebenfalls nur mit 1,8 % verzinst.

Warum bietet die ING DIBA nun 2,5 % an und der Mitbewerb deutlich weniger?

Nun, die ING DIBA bietet diese Sparzinsen auch nur für Neukunden und neues Geld an – dazu nur auf 6 Monate. Vermutlich gab es in den letzten Monaten erheblich Abflüsse von Spareinlagen da der Mitbewerb doch immer um ein paar Punkte höhere Sparzinsen anbot. Aber es ist nicht so, dass diese Sparzinsen sooooo hoch sind. Die Advanzia aus Luxemburg bietet für Neukunden 3 % an und für Bestandskunden 2,625 %. Die Direktanlage aus Salzburg bietet für Neukunden ein Sparbuch mit 2,8 %. Sie sehen, es gibt am Sparmarkt auch andere interessante Angebote.

1,8 % Sparzinsen bei der ING DIBA

Die ING DIBA erhöht mit 12. September 2011 ihre Sparzinsen von 1,6 % auf 1,8 % und schließt mit dieser Erhöhung wieder zu den besseren Sparzinsen in Österreich auf. Da der Mitbewerb die letzten Wochen bereits nützte um die Sparzinsen anzuheben, kam es bei der DIBA wohl zu Abflüssen bei den Spareinlagen, da z. B. die Livebank schon länger 1,8 % anbot. Dazu kommt, dass die Direktanlage immer wieder Lockangebote mit hohen Sparzinsen hat. Aktuell 2,9 % für Sparbücher, fix über 6 Monate.

Die deutsche DKB hat die Sparzinsen auf der kostenlosen Visa-Kreditkarte Mitte August von 1,65 auf 2,05 % erhöht und die Advanzia Bank aus Luxemburg erhöht mit 1.9.2011 ihre Sparzinsen auf 2,65 %. Aus diesem Mitbewerbervergleich sieht man nur zu gut, dass die Erhöhung der ING DIBA schon längst überfällig war und es lediglich ein Nachziehen der Sparzinsen ist.

Interessant wird, wie sich der österreichische Mitbewerb verhalten wird. Kommt es nun bei diesem auch zu Erhöhungen der Sparzinsen? Bei den üblichen verdächtigen Mitbewerbern wie

DenizBank

Denzelbank

Porschebank

Livebank

Sparendirekt

ist bislang nichts bekannt. Man darf aber davon ausgehen, dass diese wohl schon demnächst ihre Sparzinsen nach oben anpassen. Der Mitbewerb, speziell aus den anderen EU-Ländern wird immer präsenter und immer stärker. Die Sparer merken, dass das allgemeine Zinsgefüge in Österreich relativ niedrig ist vergleichen zum EU-Schnitt.

DKB: Sparzinsen steigen auf 2,05 %

Die DKB bietet bei ihrem kostenlosen Girokonto (ohne Mindesteingang oder Mindesteinlage) auch eine kostenlose Visa-Kreditkarte an. Hier ist das besondere, dass man auf die Kreditkarte auch ein Guthaben aufladen kann. Dieses Guthaben wird verzinst – das noch dazu gar nicht mal so schlecht, denn der Zinssatz für dieses täglich fällige Kreditkartenkonto zum Sparen steigt mit dem heutigen Tage (15.8.2011) von 1,65 % auf 2,05 %.

Verglichen mit den anderen Angeboten am Sparmarkt ist das natürlich eine günstige Möglichkeit an höhere Sparzinsen zu kommen. Alles was zu tun ist, ist bei der DKB ein Kunde von DKB Cash zu werden. Danach erhält man die Zugangsdaten zum Girokonto und die kostenlose Kreditkarte zugesandt. Über das Online Banking kann auf die DKB Krediktarte ein Guthaben überwiesen werden, welches dort monatlich verzinst wird mit einem Jahreszinssatz von 2,05 %.

Wer auch am Girokonto selbst interessiert ist, dem sei hier empfohlen, dass die Bankomatkarte in Österreich nicht verwendet wird, denn hier entstehen hohe Behebungsgebühren (10,00 Euro pro Behebung!). Alternativ kann man jedoch kostenlos mit der Visa-Kreditkarte (und dem dazugehörigen PIN-Code) bei fast jedem österreichischen Bankomat Bargeld beheben.

Wie die DKB aktuell im Zinsvergleich von täglich fälligen Sparzinsen liegt, finden Sie im Vergleich.

Advanzia: 2,33 % ab August

Die Advanzia Bank aus Luxemburg bietet in Österreich ebenfalls ihr Sparkonto an. Nun gibt es schon bald wieder eine Zinserhöhung bei der Advanzia Bank, denn statt 2,05 % soll es ab 1.8.2011 schöne 2,33 % für täglich fällige Spareinlagen geben.

Die Eröffnung eines Advanziakontos ist für Österreicher schnell und problemlos möglich. Die Zinserträge werden von der Advanzia ohne Abzug der KESt gutgeschrieben. Wenn die Zinserträge 22 Euro im Jahr übersteigen, so muss im Steuerausgleich im Formular E2 beim Punkt 18 die Höhe der ausländischen Zinserträge angegeben werden, damit so im Nachhinein die 25 % berücksichtigt werden.

1,77 % bei Sparendirekt ab 1. August 2011

Sparendirekt erhöht seine Sparzinsen von 1,52 % auf 1,77 %. Zeitpunkt dieser Zinserhöhung ist der 1. August 2011. In den letzten Monaten ist Sparendirekt mit ihrem bisher gültigen Angeboten in den Bestenlisten ein wenig nach hinten gerutscht, da der Mitbewerb seine Sparzinsen erhöhte. Nun aber stösst Sparendirekt wieder in die Spitzen der täglich fälligen Sparzinsen vor.

Sparendirekt ist ein Angebot der Kremser Sparkasse. Es richtet sich an Kunden in ganz Österreich und kann über das Internet bestellt werden und auch übers Internet verfügt werden.

Die Kontoführung, sowie Eröffnung und evtl. Schließung ist kostenlos, genauso wie alle Buchungszeilen (Stand Juli 2011). Sparendirekt ist eine Sparkasse und unterliegt daher bei der Einlagensicherung genau den gleichen Rechten und Pflichten wie bei anderen Sparkassen.

Das Sparkonto von Sparendirekt kann online über das Netbanking-System erreicht und auch darüber verfügt werden. Wer bereits Kunde bei einer Sparkasse oder Erste Bank ist und über einen Netbanking Zugang verfügt, der kann sich das neue Sparendirekt-Konto zu seinem bisherigen Netbanking-Zugang hinzuhängen lassen.

Sparzinsen steigen in Österreich

Die Europäische Zentralbank hebt innerhalb eines kurzen Zeitraumes bereits zum zweiten Mal den Leitzins an. Während Arbeiter- und Wirtschaftskammer diese Erhöhung als Herausforderung für das Wirtschaftswachstum sehen, reagiert die Erste Bank mit Erhöhung der Sparzinsen. Bei der letzten Erhöhung wurde der Leitzins von der EZB auf 1,5 Prozent erhöht (April 2011 auf 1,25 % und jetzt im Juli auf 1,50 %). Dieser Schritt wird durch nach oben tendierenden Inflationsrisiken begründet.

Der Präsident der Wirtschaftskammer Leitl, sieht in dieser Erhöhung eine schwierige Situation für Konsolidierungs-Bestrebungen innerhalb der Euro-Staaten. Leitl befürchtet, dass sich diese Zinserhöhungen negativ auf das europäische Wirtschaftswachstum auswirken werde. Nicht anders argumentiert auch der Arbeiterkammer Präsident Tumpel. Er bezeichnet diese Zinserhöhung als eine starke Belastung auf dem Weg zurück zum Wachstumspfad.

Der Sparer kann sich hingegen über diese Leitzinserhöhung freuen. Die Erste Bank gab bekannt, dass sie zum 15. Juli 2011 bei Sparprodukten den variablen Zinssatz um 25 Prozentpunkte anhebt. Damit hat die Erste Bank gleich mal für gute Presse gesorgt. Da diese Erhöhung schon von Analysten vorhergesagt wurde, hat man auf Kapitalsparbücher sowie -karten mit einer fixen Laufzeit schon am 1. Juli 2011 eine Erhöhung vorgenommen. Bei einer fünfzehnmonatigen Laufzeit beträgt der Zinssatz ab jetzt 2,25 Prozent und bei zwanzigmonatiger Laufzeit 2,375 Prozent. Für den Herbst 2011 werden weitere Zinserhöhungen erwartet. Für das Jahr 2012 schauen die Prognosen so aus, dass längere Pause innerhalb der Leitzinserhöhung geben dürfte. Somit würden die Sparkonditionen nach oben angepasst werden. Die Erste Bank teilt zudem mit, dass Kreditzinsen von Neugeschäften unverändert bleiben und eine Erhöhung hier nicht stattfindet.

Was für die Sparer gut aussieht, nämlich steigende Zinsen, ist für die Kreditnehmer ein Gräuel, denn dort werden die Zinsen ebenfalls steigen.

Ähnlich sieht man die aktuellen Meinungsäußerungen und die Auswirkungen auf Österreich beim Versicherungsjournal.at

1,8 % Zinsen bei der Livebank auf täglich fällig

Mit 1. Juli 2011 erhöht die Livebank ihre Sparzinsen von 1,7 auf 1,8 % und ist damit einer der besten Anbieter in Sachen täglich fällige Sparzinsen aus Österreich. Nur die Direktanlage.at aus Salzburg bietet für Neukunden ein Sparbuch mit höheren Sparzinsen.

Neben dieser kleinen Erhöhung bei den täglich fälligen Sparzinsen informiert die Livebank auch darüber, dass sie nun für gebundene Gelder auch noch weitere Möglichkeiten anbietet. So kann man hier nun auch über 3 und 9 Monate sein Geld veranlagen. Aus der nachfolgenden Aufstellung findet man die ab morgen gültigen Sparzinsen bei der Livebank:

  • 03 Monate: 1,875% p.a. (NEU!)
  • 06 Monate: 2,000% p.a.
  • 09 Monate: 2,125% p.a. (NEU!)
  • 12 Monate: 2,250% p.a
  • 18 Monate: 2,375% p.a. (mit Zinseszinseffekt)
  • 24 Monate: 2,625% p.a. (mit Zinseszinseffekt)

Festgeld Erhöhung bei der ING DIBA ab 10.6.11

Es gibt höhere Sparzinsen bei der ING DIBA ab 10. Juni 2011. Betroffen sind die Festgeldangebote über 6 und 12 Monate. Hier die Details der Erhöhung des Festgelds im Detail:

  • Das auf zwölf Monate angelegte Direkt-Festgeld wird von 1,85% auf fix 2,15% (ab 10.000 Euro) bzw. von 2,10% auf fix 2,3% (ab 50.000 Euro) angehoben.
  • In der kürzeren Laufzeit von sechs Monaten wird der Zinssatz von 1,65 auf fix 1,75% (ab 10.000 Euro) bzw. von 1,75 auf fix 1,85% (ab 50.000 Euro) erhöht.

Wer nun der Meinung ist, dass dieses Angebot attraktiv ist, der sollte sich lieber mal die Angebote des Mitbewergs ansehen. Die Vakifbank und die DenizBank bieten 2,5 % über 12 Monate z. B. an und verlangen nur 1.000,00 Euro Mindesteinlage. Bei der Vakifbank sind es hingegen nur 100,00 Euro Mindesteinlage.

Wer vergleicht und sich informiert, kann hier mehr Geld rausholen!